| Herstellungsverfahren | |
Der Klang der Glocke als Idee wird auf ein Holzbrett, die sogenannte „Rippe“, konstruiert. Eine dreiteilige Glockenform, bestehend aus Kern, falscher Glocke und Mantel wird gebaut. Der Formenbau beginnt mit dem Mauern des Kerns, der Schicht für Schicht mit Lehm umkleidet wird. |
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Feiner Lehm nach einem besonderem Rezept aus verschiedenen Lehmmehlen, Schamotten und Graphit wird nun in vielen Schichten dünn aufgetragen. Langsames Trocknen an der Luft ist wesentlich für die gute Oberfläche und genaue Abbildung der Ornamente. Dieser feine Lehm wird mit starken Mantellehmschichten stabilisiert. Nach Wochen der Trocknung kann die so entstandene dreiteilige Form in ihre einzelnen Teile zerlegt werden. Die mittlere Form - die falsche Glocke – wird entfernt, Kern und Mantel wieder zusammengesetzt. Zwischen ihnen ist der Hohlraum für die Bronzeglocke entstanden. |
| Diese hohle Glockenform wird nun in die Erde eingesetzt und der Glockenguss wird vorbereitet. Die Formen werden in die Erde eingegraben, vom Ofen wird ein Gusskanal zu den einzelnen Glockenformen gelegt. Der massive Flammofen wird angeheizt, Kupfer und Zinn erhitzt. Das Gussmaterial wird bei einer Temperatur von 1200 Grad Celsius durch Rühren mit Fichtenstangen in Bewegung gehalten. Kurz vor dem Anstich beten Vertreter der Kirchen und die Glockengießer für gutes Gelingen. Wie glühende Lava schießt das brodelnde Metall durch die angelegten Kanäle und füllt nacheinander die in der Erde vergrabene Formen. |
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